Low Vision (Vergrössernde Sehhilfen)
Was bedeutet das ?

Was ist eine Sehbehinderung?
Nach der Empfehlung des augenärztlichen Verbandes der DOG (Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft) ist jemand sehbehindert, wenn er mit seinem guten Auge, mit der richtigen Korrektur einer eventuellen Fehlsichtigkeit (Kurz- und Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Alterssichtigkeit), nicht mehr als 0.3 (30%) sehen kann.

Was tun, wenn das Sehvermögen nachlässt und die Brille nicht mehr hilft ?
Die Sehschärfe der Augen reicht nicht aus, um die täglichen Sehaufgaben zu erfüllen? Die Lebensqualität ist eingeschränkt ?

Da zur Wahrnehmung verschiedener Sehaufgaben wahrscheinlich die Hilfe von Mitmenschen beansprucht werden muss, wird auch die Selbstständigkeit beeinträchtigt.

Vergrößernde Sehhilfen können helfen.
Sehhilfen wirken bei bestimmten Sehaufgaben sehr unterstützend. Es gibt allerdings keine Sehhilfe, mit der Sehbehinderte wieder so sehen „wie früher“.

Das Lesen der Zeitung, der Kontoauszüge, der Medikamentenbeilage, des Telefonbuches oder der Preisschilder im Kaufhaus. Andere Sehaufgaben können im Bereich des Hobbys liegen (Handarbeiten, Briefmarken sammeln etc.). Die Probleme beim Fernsehen spielen oft eine zentrale Rolle. Mit einer Sehbehinderung ist die Lebensqualität und Selbstständigkeit stark eingeschränkt. Orthoptistinnen, die sich auf diese Problematik spezialisiert haben, bieten Sehbehinderten eine unabhängige und neutrale Beratung in dieser Lebenssituation.

Der Bereich „Low Vision“ umfasst folgende Punkte:

• Die Beurteilung der Sehfunktionen, der Refraktion (Fehlsichtigkeit), der Lesefähigkeit und des Vergrößerungsbedarfs
• ggf. Optimierung der Stärke des Brillenglases
• Anpassung vergrößernder Sehhilfen:
- Optisch vergrößernde Sehhilfen
- Elektronisch vergrößernde Sehhilfen
• Informationen zu adäquaten Beleuchtungsmöglichkeiten und ergonomischen Hilfen.